Wien 1822 - Wien 1889

Maler, Zeichner und Lithograph

Pettenkofen studierte 1834-40 an der Wiener Akademie bei L. Kupelwieser, später Schüler bei F. Eybl.Während dieser Zeit malte er vorwiegend im biedermeierlichen Stil der Wiener Schule. Er schuf auch Lithographien humoristisch-satirischer Szenen.

1851 besuchte er erstmals Szolnok, wo er in den ungarischen Bauern Zigeunern eine Stoffwelt fand, aus der er in der Folge mit Vorliebe schöpfte. Wie Szolnok für seine Thematik von größter Wichtigkeit war, wurden es für seine Malweise die seit 1852 häufig wiederholten Aufenthalte in Paris, durch die er in den Kontekt zu den Barbizon-Malern, zu a,. Stevens und Meissonier kam. Beeinflißt von deren Malerei ging er von dem mehr zeicjhnerischen Stil der Frühzeit zu einem ausgesprochen malerischen Stil über. Sein Augenmerk richtete er jetzt in erster Linie auf koloristische Probleme.

Obwohl er grundsätzlich keine Ausstellungen beschickte, fand er bald große Anerkennung. 1874 wurde er in den Ritterstand erhoben.

Außer nach Ungarn und Paris reiste Pettenkofen auch häufig nach Italien.

Nachhaltig beeinfliußte er mit seiner Malerei die jüngere Generation seiner Freunde und Maler : J.G. Raffalt und L.K. Müller, Franz Rumpler.

Seine Darstellungen von ungarischen Marktszenen, den Bauern und Zigeunern zählen zu den berühmtesten Beispielen der österreichischen Malerei der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Lit.: Thieme-Becker, Bd. XXVI, S. 506f

Weixlgärtner, Werksverzeichnis , Wien 1916